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Bd. 2 = Th. 3 (1799)
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299
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III. Theil. y^ster Brief.

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Was dünkt euch? meine liebe Mutter!Ast das nicht eine große und reckt unverdienteGnade, daß der liebreiche Heiland ^lEsusauch noch euer Haus und Herz will besuchen,und zu euerm Heil bei euch einkehren? Ja,das ist gewißlich wahr, er will euerm Hausund Herzen Heil wiederfahren laßen in Ewig-keit. Wie sollen wir es denn machen? Sol-len wir denn aus einer unzeitigen Höflichkeitsagen: Gehe von mir hinaus, denn ichbin ein sündiger Mensch? O nein! Damitwäre uns gar nicht geholfen. Lieber wollenwir sagen: Romm herein du Gesegneterdes HErrn, denn ich bin ein sündigerMensch, und weiß auch ohne dich nimmerbesser zu werden. Romm herein, 0 lieb-ster, langmüchigster Heiland! Ich habedich nur gar zu lange an meines Herzens-thür warren und anklopfen laßen; ichmerke doch, es ist dir darum zu thun, duwillst mir helfen und mich lieben. L^kun,so komme dann, ich will mein armes Herzdir geben, so wie es ist. Siehe, hier istdes HErren Magd, mir geschehe, wie dugesagt hast!

Also, liebe Mutter, wollen wirs machen,und uns an unfern GOtt gewöhnen. Laßeteuer Herz den ganzen Tag sein geheimes Ge-spräch mit dem HErrn haben, denn er ist euchden ganzen Tag gegenwärtig. Seyd nichtso schüchtern, denn GOtt rüft euch zu sich.Er weiß wohl, daß wir elend sind, darum

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