Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
286
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286 Geistliche Briefe.

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IEsus eben anbethungs- und liebenswürdig, Diruni) seine Geheimnisse von der Krippe an, Mein tiefer Abgrund, da die Engel gelüftet ^hinein zu schauen. O IEsu! wie kann es,seyn? Ern GVrr! ein ^rnd! im Elendmich suchen, sich mir zu geben, und vonG(L)rr und Mensch Einen zu machen! 5,,Sela! Zwischen mir armen Hirtenknaben "und dem Bethlehemitischen Stall erhebt sichauch oft ein Nebel, daß ich nichts vonBethlehem sehe; ich will doch hingehen: Njene Sonne wird schon allen unsern Nebelimrzund Düsterheit vertreiben. Manchmal ist dochauch GOttcs gute Hand darunter, weil wirbisweilen zu viel beim Sinnlichen und Bild-liehen der Geheimnisse stehen bleiben, undgleichsam damit spielen; da dann wohl dasKind IEsus sein Bild uns kann entnehmen^um sich selber uns zu geben, eben wie dieheil. Mutter Maria das Kind IEsus vorder Geburt nahe genug unter ihrem Herzentrug, und doch nichts von ihm sah, auchwohl keinen deutlichen Begriff von dem Ge-heimniß hatte. Sie bethete aber an; sie lie- »ubete; sie gab sich dahin: so wollen wirs dannauch machen! Die sinnliche Andachten schei- ^nen öfters mehr zu seyn, als sie sind; die ver-stündliche, d. i. bloß geistliche Andachten hin- Fgegen haben mehr Wesentliches in sich, als ?sie scheinen. Wer nichts will, als GOtt, Nhat nirgend zu fürchten. "