Geistliche Briefe»
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liche und Aeußere uns taub machen laßen ge-gen die Stimme unsers Freundes, und tragund matt in seinem glückseligen Dienst.
Liebe Brüder! ich unterwinde mich janicht, euch zu lehren, da ihr selbst die Wahr-heit erkennet durch eine längere Erfahrung.Nur erinnere ich als einer, der selbst so oftgeglitten, die schlüpferigen Oerter mit mir zuvermeiden. Wir haben uns so lange gekannt,und werden uns mit GOtt ewig kennen undlieben; und die Welt hat uns so lange dafürgekannt, erkannt und angesehen, daß wiruns dem HErrn und seinem Dienst ergeben.Da fiel mir des Heilandes Wort ein: Dader Bräutigam verzog, wurden auch diekluge Jungfrauen schläfrig. Nicht, alswenn ich solches auf euch deuten wollte, dassey ferne! Es muß uns aber doch eine War-nung seyn, daß wir in keinem Stück die ersteLiebe verlaßen, sondern nur das Gebrechliche,das in der ersten Liebe gewesen ist. Nein!die Wahrheit, der Dienst und die Liebe un-sers GOttes mäßen uns nimmer alt werden;täglich sollen wir uns im HErrn erneuern underneuern laßen. Es muß uns nicht einfallen,als wenn wir geförderte Christen wären: kei-neswegs! Heute wollen wir anfangen, UMdem HErrn unsere Lebenszeit, Kraft undHerz zu geben, und uns besser in Acht zunehmen, daß wir (auch unter gutem Vor-wand) nicht zu viel auskehren, sondern mitden wahren Israeliten auf die Hur des HErrn
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