252 Geistliche Briefe.
fassung dem HErrn aufzuopfern; welchesauch Montags abermals geschehen wäre, wo ^nicht der HErr, wider unsere Erwartung(aber nicht wider ihre Hoffnung), mit ihrerAuflösung geeilet Härte. Ihr Grund ist bis ^zum Ende in kindlichem Vertrauen zu dem ^HErrn erhalten worden, und ihr innerer Wille s>,I"völlig übergeben zu allem Leiden; aber nach »I'dem natürlichen Theil fiel es ihr sauer und «>><lang, so daß sie auch in der Nacht vor demSonntag übereilte Ausdrückungen ausgesto- >»dsien, die nicht nach Geduld schmückten; wor-über sie sehr bekümmert wurde, ohnangese- Rhen sie es alsbald abgebethet, und auch zu Hihrer Tochter gesagt: du mußt GOtt für iGmich bitten, daß er mir diese Sünde verge- Aiden möge! ch
Wie ich Morgens zu ihr kam, streckte sie ««!von weitem ihre beide Hände aus, und be- sMiklagte ihren Fehler in der Geduld, und ver- Wlangte brüderliche Handreichung; und wann ichich ihr die Hand ein wenig losgelaßen, rief lsnsie als wieder: Bruder! Bruder ! so den N,Tag oft geschah. Ja, sagte ich, du heißest Z«mich Bruder, und ich bin und bleibe es s«sauch, ob du schon in der Geduld einen Feh- ^1er begangen; so bleibt denn auch GOtt «tzdein Barer rc., wodurch sie kindlich und «tzgestärket wurde. Ich fragte sie; ob sie so k!,Schmerzen im Haupt habe? Ich denke Hnicht daran, sagte sie, auch an alle tzübrigen Schmerzen und Benaurheit Itz
nicht;