224 Geistliche Briefe.
Lhut sich weh, es weinet so eben; der Vater §hebt es auf, gibt ihm einen Kuß, und es )Dlächelt wieder mit thränenden Augen, und Aüber der Liebe des Vaters vergißt es seines BFalles; da inzwischen der gütigste Vater ihm Bden Schmutz, den es unterm Fallen möchte zBbekommen haben, vom Kleid und Angesicht Labwischet. Will das dumme Kind solches selbst Wthun, dann wischt es oft den Koth übers ganze I lKleid und Angesicht, und es kostet dann dop,pelte Mühe. Inzwischen geht das Kind wie-der mit seinem Vater fort, und wenn der WVater sagt: Du mußt vorsichtig gehen; dann ^sagrs nach seiner kindlichen Herzlichkeit: Ja,liever Vater! ich wills gut machen. Indessenbleibt es ein Kind, und weiß von keiner eige- ^nen Vorsichtigkeit. Den Vater lieben undanseben ist ferne ganze Runst, welche Ge-stalt dem Vater so überaus wohl gefällt,daß er vorsichtig ist für das Kind, und dem- dir y
selben alle seine Fehler nicht anrechnet.-
Nun soll ich dir noch einen Ty't erklären, Mwelches wegen meines schwachen Haupts nur ^kurz machen will. Hos. io, ro. Wenn eine "Seele die zwiefache Sünde, Jerem. 2, iz.begangen hat, wie dann wir und ganz IsraelSchuld daran sind, dann läßt GOlt vielVölker, das ist Heiden, nämlich allerhand Nheidnische Gedanken, Lust und Hornbe- ^Zierden und andere Versuchungskräfte inund über die Seele sich empören, und sich Düber ihr versammeln, um sie zu züch- ^ »
riaen.