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III. Theil. 66ster Brief. 2l5
Seelen zu tragen kriegt, der sich wohl einstkrank grämet, weil andere so fromm nichtsind, als er sie gern hatte; oder, weil anderenicht glauben und folgen dem, was er gut zuftyn meynet, bis daß ihm seine eigene Thor-heit und Elend einfällt; da er dann eins mitdem andern in dem Abgrund der unendlichenLiebe GOttes verlieret , und ein fröhlichesLiedchen zum Beschluß singet. Doch! duwillst laufen gehen, und dich in eine Felsen-klufr (wie du schreibst) retiriren. Wohlan!ich will mit; wähle nur die rechte Felsenkluft,(i Cor. io, 4.) nämlich Chrijkum; und dakannst du dann als ein Täublein wohnen,und deine Stimme hören laßen, wieHohel.2, 14. stehet.-
Ich grüße dich herzlich, nebst Bruderund Schwester, auch von anderen Bekann-ten Hieselbst. JEsus lebe in deinem Herzen!dem ich dich aus Grund meines Herzens an-befehlend bleibe
Dein
Mülheim, verbundener schtvacherden 8. Jul. 1745. Mitbruder.
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