LI4 Geistliche Briefe.
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schicke sie dann nur weiter zum liebsten Aei-lande, der auch unser Klagen gern anhöret, ^wenn wir nur nicht über ihn klagen, und miß- ^trauisch sind: denn das kann er nicht gerne E.hören, und ich kanns auch fast nicht tragen, -E-daß Seelen, denen er so vieles gerhan, als ^er an uns gethan hat, seine unendliche Güte Enoch sollten in Zweifel ziehen. ^
Du klagest über N. N. Allein wie wür- ^best du und ich sanft, geschmeidig und willen- Wlos werden, wenn GO tt keine Diener hätte, !Wdie uns ein bißchen drückten und beugten,und, wenn alles nach Wunsch ginge? Ichmuß dich bisweilen mit lächlender Miene an- Misehen, daß du dich so herzlich kannst betrü-den und verwirren, wenn so eins nach demandern kommt, das dich angreift und störet. ADu liebes Kind! Kannst du denn nicht auch Msolche Begebenheiten mit lächlender Mienebegrüßen? Da GOttes ewige Weisheit so ^rechte Pflaster auf deine Wunden finden kann, Mund dich just zu treffen weiß, wo du Lebenhast. Laß GOtt machen! Nimm dich derDinge nicht so an, damit dein Körper nichtso viel angegriffen wird. Es ist schlimm genug, ^daß über ein so kleines Häuflein, wie ihr daseyd, noch was zu klagen fällt: ihr solltetbillig auserlesene Seelen seyn. Nun, dahinmuß es auch kommen; laß dich nur fertigmachen! die andern sollen auch daran. Oder,soll ich einst mit dir klagen? Ich kenne einenMenschen, der tausend Kreuzchen von andern
Seelen