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Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
198
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Geistliche Briefe.

wenn mich die göttliche Vorsehung mit einerzum rechtschaffenen Wesen gerufenen undübergebenen Seele bekannt machet. Es sindderen ohnedem nicht so gar viele in dieserbedenklichen Zeit.

Für die weitere Nachricht von den Nor-wegischen Vertriebenen danke ich; der HErrerbarme sich! Er bringe das Verirrte zurecht,und führe den nach ihm hungernden Willender Einfältigen durch alle Sichtungen zumZiel! Der Versucher ist sonst überaus wacht-sam, diesen von GOtt erweckten Hunger, wonicht in grobe Sünden, dennoch in allerhandNebensachen, Schein, und falsche Geist-lichkeit einzuführen, damit man nur mitLuft-sireichen Zeit und Kraft verschwenden möge.Diese und dergleichen Dinge sind noch soziemlich grob; manches kommt jetzt scheinbarerhervor. Was singulair, was ausleuchtendist, was ins Aeußere führet, muß uns jeder-zeit verdächtig seyn. Ja ich sehe es schon alseine gefährliche Schwachheit oder Neugierig-keit an, wenn man meynet verpflichtet zuseyn, die verschiedentlich aufkommende Be-wegungen zum Guten zu untersuchen, unddie Wege anderer Gemütker auszuforschenund zu beurtheilen. Genug! daß wir unfernWeg, den GOtt uns fuhren will, wissen.Man liebet alles Gute um seines Ursprungswillen; man bleibt aber eingewandt, damitman über dem zu starken Besehen anderer,auch guter Führungen, nicht von der Führung

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