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Geistliche Briefe.
und darein gelegel hat. Hättet ihr euch selbst Mdiesen Sinn gegeben, dann müßte auch dessen MErhaltung und Ausführung auf euch beruhen, ^und dann möchtet ihr billig verlegen werden, Wwenn ihr auch hundertmal mehr Ernst hättet;nun aber ist alles Gnade. Beständigkeit,Fortgang und Vollendung, alles, dependirt Wvon GOtt, und von seiner in euch wirkenden, Mund über euch waltenden Gnade in ChristoJEsu. Weil diese nun unveränderlich und Wgrößer, als alles ist, so könnet ihr in GOttgetrost seyn. Getreu ist er, der euch beru- WNfen har, der wird es auch rhun. iThest. SttsH
5 , 24.
Es muß was gethan, ja vieles und großesgethan seyn; nur sollen wirs nicht so selbstrbun wollen, sondern uns GOtt überlaßen,und es seine Gnade in uns rhun laßen. Dasist inzwischen einer von unfern Hauptgebre-chen, wodurch auch ihr in innere Confusionund Unbeständigkeit gesetzet werdet: daß wirnämlich von uns selbst zu viel, und von GOttund dessen Treue zu wenig erwarten. Auchdieser Jrrthum muß uns so allmählig abgeleh-ret werden. Alles, was so in und mit euchvorgehet, kann und muß euch dazu dienen,daß ihr euch selbst immer weniger, GOtt aberimmer mehr zutrauet, und, mit mir, euerHauptwerk davon machet, daß ihr euch feinnahe bei diesem Herzensgott haltet, ihm mitLiebe und Vertrauen anhanget, und euch ihmüberlatzet. Da werdet ihr dann erlöset und
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