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Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
159
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III. Theil. ;4ster Brief.

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auch von des Vaters Hand, und darumzu lieben; ob ich gleich sonst mit solchenein wahres brüderliches Mitleiden habe.Und gleichwie ihr alle mir auch in der Frem-de nahe bleibet, also vergesse ich nicht, son-derlich die Leidende dem Heiland in meinemgeringen Gebeth aufzuopfern. Vergesset ihraber auch meiner nicht! Wir sind schuldig,für einander zu bethen. Es ist bisweilen einSchein der Demuth, der uns betrüget, daßwir diese Schuldigkeit zu unserm eigenenSchaden versäumen. Auch in vielen andernStücken laßt man sich oft durch Unglau-ben und Muthlosigkeit vom Guten zurückhal-ten , und noch schwächer machen, als manist. Es ist wahr, und mehr wahr, als wirglauben können, daß wir elend, schwach undein pures Nichts sind; wir müßen derhal-ben uns und alles, was wir thun, auch fürnichts achten, und für nichts wollen geach-tet seyn. Unser gute GOtt aber suchet undliebet uns in Christo unendlich, und um seinselbst willen; Er will auch selbst alles Gutein uns legen und wirken: darum sollen wirunser Vertrauen ganz auf seine Gnade se-tzen, mit unserer Schwachheit in seine Gnadeeinsinken, und mit ihm alles Gute thun,was wir wissen, ihm gefällig zu seyn. Nurviel im Gebeth zu ihm genahet! Ein

Schwacher, der sich am Starken hält, hatkeine Gefahr, sondern wird durchgeholfen:Der HErr halte uns selbst, dann werden