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Geistliche Briefe.
liche Hunger durch Unglauben zu Boden ge,schlagen, sonderlich wo er in etwas anderseingehet, als in die pure Gnade, und dieSeele von sich selbst viel erwartet: aber ebenso oft wird die hungernde Glaubensbegierdewieder aufgeweckt, sich lediglich an den zuhalten, der so nahe und so getreu ist.
Und in diesem Glauben läßt der HErrauch keine einzige Seele zu schänden wer,den. Wann seine Stunde da ist, öffnet ersein Vaterherz, heilet und erneuret unsöfters in einem seligen Augenblick durch dieMittheilung seiner Liebe und die Erscheinungseiner Zukunft. Sollten wirs auch eben soempfindlich noch nicht erfahren und sehen,daß der HErr gut ist, so sollen wirs dochglauben nach der Schrift, und nach demZeugniß derer, die es gesehen, und uns nurmit Ganzheit diesem GOtt ergeben. Er istgewißlich gut, und allein genugsam, uns zuvergnügen in Zeit und Ewigkeit. Weil eraber ein solcher ist, so hat er auch gern,daß wir alles andere Vergnügen willig drangeben, und aus herzlicher Liebe zu dem soinnig nahen Freunde , der uns, pur ausGnaden, unsere Sünden vergeben, und miteinem heiligen Ruf berufen hat, unser Lieb,sies und Beßres dran wagen, damit Er al,lein unser Schatz sey. Alles um Alles, dasist unsere ganze Sache. Und dennoch ist eskein Kauf, sondern beiderseits ein freies Lie,besgeschenk.
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