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Geistliche Briefe.
von einigem Geschöpf. Als eine Elende,Nackte und Unvermögende, wie ihr seyd,werfet euch zu des Heilandes Füßen; umfas-set sie, in zarter Liebe, mit Maria Magda-lena, damit er euch aufs wenigste nachschleppe,wenn ihr ihm nicht nachlaufen könntet.Laßet ihn nicht los, es gehe, wie es gehe!Er ist inwendig unaussprechlich nahe, auchwann er ferne scheint. Seliges Sterbenund heiliges Leben ist bei ihm, und sonst beikeinem zu finden; liebet nur, dann gibt ersgerne. Liebet ihn, auch wann er nichtscheint zu lieben! Liebet, auch wann ihr keineLiebe fühlet! Liebet, so lernet ihr lieben.Wartet auf nichts! Fanget mit der Liebe an,so wird alles andere folgen. Ich grüße euchherzlich, wie auch euren werthen Mann, undhoffe, bald eine angenehme Nachricht voneurer Besserung zu bekommen, in welcherHoffnung ich verharre
Ew. Wohl-Edl.
Mülheim,den i6. Jan. 1744»
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ergebenster Diener undgeneigter Freund.
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