Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
125
Einzelbild herunterladen
 

125

Hl. Theil. 42ster Brief.

Grundschaden wird durch eigene Bemühungnicht geholfen. Kann man nicht fortkommen,so wirb man muthlos und verdrießlich: undwo es gelinget, da kommt die eigene Gerech-^ tigkeit empor, und siehet die Seele von hinten" nach, daß durch die geheime Selbstliebe auchihr Beßres befleckt bleibet. Gebets einige, Zeit was vorwärts, plötzlich findet sie sichM wieder mitten im Schlamm liegen. Was sollsie machen? Glauben, baß man in diesem, Leben ein armer Sünder bleiben mäße, istein desperater Trost. Auf Christi VerdienstH« Tod sich verlaßen ist trefflich, und derML einige Grund unsers Heils: aber er hat sichlMk« uns gegeben, auf Saß er uns heilige,Ephes. s. Er ist nicht gekommen, das Ge-ich! z« setz aufzulösen, sondern zu erfüllen, Matth, s,icm.- 17. Was Rath? Die Seele soll fort, undüW kann nicht. Sie soll was geben, und hatD« nichts. Heucheln oder scheinen gilt nicht län-W ger. Ein einzig Mittel ist übrig: daß näm-M lieh die Seele zum Kreuz krieche, und, mitbemüthiger Bekenntnis) und Einwilligung in»x ihren hülflosen Zustand, von ihrem eigenenThun ablaße, damit GOtt sein Werk in ihrAs habe, und also, in gelaßener gläubiger Zu-und Einkehr in die eröffnete Gnade und LiebeJEsu, der seligen Stunde erwarte, daß die-^ ß str mächtige Erlöser sich ihr offenbare, undE selbst in ihr erfülle die Gerechtigkeit, so vomM Gesetz erfodert wird , Rom. 8 . Und siebe^ xj«i das ist dann eben das, was erleuchte Schrei-