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Bd. 2 = Th. 3 (1799)
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Geistliche Briefe.

sondern an den gegenwärtigen GOtt; und ^mit denjenigen Versuchungen, die vorübersind, sich nicht viel aufzubalten, sondern sich,ohne Untersuchen, selbst Schuld zu geben, D!und wieder in die Gnade einzusinken.

Die Versuchung oder Reizung zum- ^sen kommt nicht von GOtt. GOtt aber ^versuchet oder probiret unsern Glauben, un- ^sere Liebe und Treue wohl einmal, um uns ^bewährt und verklärt zu machen; i Petr, i,

7. Er hält uns aber überall mit verborgenenHänden, und machet, daß die Versuchungein solches Ende gewinnet, daß wirs ertra- Agen können: und der mag sich ja freuen, wer Walso in mancherlei Anfechtungen geräth. Jac. Dii. Wenn uns aber JEsus bethen lehret:Führe uns nicht in Versuchung, so zielet «stdieses auf solche Versuchungen, da GOtt Äiden Menschen in so weit verläßt, daß erwirklich zum Fall kommt, wie beim His- !kia geschah, 2 Chron. 32, zi. und bei Pe- kntro; denn wenn eine Seele aus ihre Kraftund Treue zu viel bauet, und nicht behut-sam ist, da läßt GOtt sie wohl einst durch«ine betrübte Erfahrung sehen, was in ih-rem -Herzen ist ; und dafür sollen wir bethen.wacher und derber, daß ihr nicht in Ver-suchung fallet. Matth. 26, 41.

Diejenige Liebe zu einem Kinde GOttesist schön, welche die Liebe und das Anden-ken GOttes in mir vermehret, die mich

sammlet,