1
ivg Geistliche Briefe.
haben will; und kannst du es nicht so vonHerzen geben, wie du wohl wünschtest, dann Qgib ihm doch die Freiheit, daß ers nehme,damit nur dein Herz frei werde, um ganz für Lden ftyn zu können, der dich mit einem sotheuren Ruf berufen hat. Denke nicht andein Können oder Nichtkönnen. Der HErr ^'wirds versehen, ist Abrahams Wort, wo-mit man große Berge des Unglaubens versetzen Ekann. Sie, die Kranke, ist und bleibt nichts 7^desto weniger in der Hand dessen , der Leben ^ ^und Tod zu befehlen hat. Du mußt aber deineRuhe und Hoffnung nicht in ihr Besterwerden Gsetzen, sonst wirst du die rechte Freiheit des , ,Geistes nicht finden. Von dir wird das Opfer " 'gefodert, damit du sie demnach besitzen kön-nest mit Abgeschiedenheit, oder auch laßen ^könnest mit Ruhe, nachdem es GOtt beliebet.Diese Lection ist nicht zu schwer für dich. Ichsehe selbst, daß dir der liebe Heiland dieseLection eben jetzt aufgibt; darum wollte ich ^sie dir gern ein wenig erklären, und dir imLernen behülftich seyn.
Nur getrost, lieber Bruder! in GOtt, ^der dir ja besser ist, als zehn Schwestern, ^und dir überflüssig ersetzen kann in ihm, was Mdu zu verlieren scheinen möchtest in ihr und ^allem Geschaffenen. Stärke dein Gemüth Mdurch ein ruhiges, öfteres Aufsehen auf GOtt, ..durch friedsame Geduld mit dir selbst, und Wsüße Vereinigung mit GOttes Willen, als "diwodurch du am ersten sanft und heiter bei M
allen