Hl. Theil. z;ster Brief. 127
^ ^ lieben, so würde uns ibr Abschied nicht unem-pfindlich seyn, wann es GOtt gefallen sollte,sie zu sich zu nehmen; und ihm würden wirdafür danksagen, wo er uns hingegen ihre^ Gesellschaft auf dem Pilgerwege noch langervergönnen wollte. Weil wir sie aber in GOcrlieben, so können wir sie auch ohne Kummerund Störung in seine Hand niederlcgen, wis-send, daß dieß ihre Seligkeit ist, da zu seyn,und daß wir sie auch durch den sogenanntenTod nicht verlieren, sondern ewig in GOttbehalten und lieben können. Ist es GOttes1, s»„ Wille, daß sie nicht wieder zu mir kommtyfm. nach Mülheim, so vertraue ich, über kurzemzu ihr zu kommen nach Jerusalem.
Inzwischen befremdet es mich gar nicht,daß es dir so viel zu thun macht, wenns mitder Krankheit so gefährlich aussiehet. IchW weiß, daß du und deine Geschwister nichtM wenig bei ihrem Hingehen an ihr verlierenhbch sollten, und kann mich darum in solche deineDtc Schwachheit genug finden, und mit dir Mit-Mß leiden haben. Du weißt aber doch wohl, daßW solches natürlich ist, und der Gnade unter-W thänig gemacht werden müße. Ist dann dasFleisch schwach, so laß doch den Geist willig«IB seyn, sich in alles zu geben, und alles los zulaßen, was der HErr von dir begehren sollte.M Ist deine liebe Schwester der Isaak? Wohlanso erzeige dich als ein Kind Abrahams, undopfere sie getrost dem GOtt auf, dem sie züge-lst höret. Gibs von Herzen hin, was der HErr,»1, haben