Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
98
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Der ziste Brief.

Herzlich geliebte Schwester!

Aufmunterung und herzlicher Seufzer zur Erneue. ^rung einer gänzlichen Aufopferung an GOtt.

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c^ch finde mich bewogen, dich auch noch mitder Feder zu grüßen, wie ichs vielfältigmit dem Herzen thue, und dich siäts in dieGnade desjenigen JEsu empfehle, der dichgeliebet und aus der Welt erwählet hat. Erhat dich aber nicht darum geliebet, weil dugut und treu wärest, das weißt du; geradeumgekehrt. Er liebte und liebet dich bloß,weil er gar Barmherzigkeit und Liebe ist,und damit du, nichts in dir selbst findend,dich lebend und sterbend in dieses liebendeGut verlieren, und nur anbethen solltest.Dazu gebe er dir dann Gnade, und bleibedeinem Geist innigst nahe in deiner Krank-beit, damit du, in völliger Hingebung undVergessung alles Zeitlichen und deiner selbst,nur diesem ewig - vergnügenden Gut zuge-wandt, und mit reinem Vertrauen ergebenbleiben mögest, es gehe zum Leben oder zumSterben.

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