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Geistliche Briefe.
dich so sehr geliebet hat, daß er auch für dichhat sterben wollen.
Wenn du solches so einfältig glauben könn-test, dann würdest du den Heiland gar sehrlieb haben; es würde dir auch ein Geringessepn, diesem liebsten Erbarmer zu gefallen,etwas zu leiden, ja auch zu sterben, wenn esalso sein Wille sepn möchte. Ach! wer sollteeinem so guten Freund nicht gerne alles zuLieb und Ehren thun, und sich in allem nachseinem Willen bequemen wollen! denn waswrr wollen, das taugt nichts; was Er aberwill, und wie Ers mit uns macht, das istunsere Seligkeit und so vollkommen gut, daßwirs nicht besser erdenken oder wünschenkönnten.
Weil du dann so wenig gethan hast/oder thun kannst zu GOttes Herrlichkeit, solaß es dann deinem Geist lieb sepn, daß duihm jetzt darin gefallen kannst, daß du einekleine Zeit leidest, und daß du dich im Le-ben und Sterben mit seinem Willen vereini-gest. All dein Leiden kommt von seiner Lie-be her. Er laßt uns nicht gerne leiden, aberes muß sepn, weil wir okne Leiden undSterben nicht zu ihm kommen können.Wann dein Leiden dich ungeschickt zum Be-then macht, dann denke, wie JEsus für dichbitter, und sage nur Amen auf alles, waser und seine Kinder bethen; blicke ihn bis-weilen einmal an. Wenn ein krankes Kinddie Mutter ansiehet, das beweget ihr Herz
schon.
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