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Bd. 2 = Th. 3 (1799)
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Geistliche Briefe.

Das ist auch mein brüderlicher Rath beidieser Gelegenheit, meine Lieben! SucheteureSachen möglichst kurz einzuschränken, daßihr nur eben durchkommet, und dabei unge-hindert GOtt dienen könnet; ob ich euch zwarso genau nicht sagen kann, wie solches einzu-richten sey, weil die Umstände nicht alle eigent-lich genug wissen kann, bis ich näheren Berichthabe, und wird euch der Bruder P. schonnach Nothdurft darin rathen.

Nehmet euch doch hübsch Zeit zum Geberbund Sammlung zu GOtt in euren Herzen,welches jetzt so viel nöthiger ist, weil sonstdurch äußere Ueberlegungen und Bestellungender Dinge das Gemüth unempfindlich, finsterund matt gemacht werden kann. Wir sollendas Unnöthige abschneiden, was aber gethanwerden muß, als vor GOtt und in seinemGehorsam verrichten. Meidet allen unnöthj-gen und hinderlichen Umgang. Liebet alle From-men herzlich, suchet aber nur den gemein-samen Umgang derer, die am ernstlichstenund geistlichsten sind. Liebet euch auch untereinander herzlich in GOtt, ja einer liebe denandern noch mehr als sich selbst, und suchesein wahres Beßtes. Nehmet euch einanderdie Lasten ab, und seyd offenherzig. Der völ-lige Sinn aber nach GOtt, und der abge-schiedene Wandel in seiner Gegenwart durch-Vringe all euer Thun: und darnach muß allesandere eingerichtet werden. O! daß dochGOtt, und ich und alle Frommen hier unö

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