68 Geistliche Briefe«
HErrn beschauen, werden wir in dasselbeBild vergestalcer, von einer Herrlichkeit ALzur anderen, als vom Geist des HErrn. Md
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6. Man muß überlaßender und sier-- Mibender weise GOtt in Christo allein anse- Dk«hen, sich selbst aber nicht ansehen, sondern ßßvergessen, in den bedenklichen und wichtigen Hn,Ständen der inneren Leiden, Entblößungenund Läuterungen. Ueberaus nöthig ist als- Mdann der Seele diese Wahrheit; ja, je schwe- Wrer und höher die Läuterungen sind, desto nö- Mthiger stt ihr diese Ennnerung. In den hohen ^,Wegen der Vernichtigung und Läuterungkann die Seele weder Licht, noch Trost, noch ^Gnade, noch GOtt finden, da ihr vielmehr Walles zuwider scheinet. Sie siebet, ja sie er- «ßfährst ihre Armuth, ihre Finsterniß, ihre MSchwachheit, ibr unbeschreiblich tiefes Elendaufs bitterste. Alle ihre vorige Gnaden undMittheilungen sind wie verloren, und, wie ^sie meynet, aus eigener Schuld verloren,
Alle ihre Uebungen , Bemühungen, Erhe- ^bringen, Sammlungen, rc. oder wie sie sMsich sonst zu helfen, zu bewahren, oder ^mit GOtt zu vereinigen gewohnt war,kommen ihr nichts mehr zu statten rc. Was ^ist zu thun? Nichts. Was ist zu leiden?'Vieles; aber ohne Hoffnung der Erlö- C-sung, wie cs scheinet. Was bleibt danndem armen Gemüth übrig? Und was istchm zu rathen? Ihm bleibt nichts übrig, als ^
sein