Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
67
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Hl. Theil. ryter Brief. 67

2 Inzwischen fällt es der Seele, wegen der^ Unerfahrenheit und wegen der Einfalt solcherUebmig, anfänglich schwer sich damit zu ver-E- ^ gnügen, und nicht öfters wieder zu sich selbstj sM ^ kehren und sich selbst anzusehen, da sie5,. ' nur mit Maria zu den Füßen des Heilandes2 stille bleiben sollte, weil nur dieses Eine ihr. 7 nöthigist, und mehr Heil bringet, als ande-ihr Beunruhigen um viele Dinge. Dochich schreibe zu weitläufig, und wills derhal-ben kurz fasten.

/E 5. Die Seele sichet GOtt allein an,und nicht sich selbst, beschauenderweise,wann es GOtt beliebt, sich ihr wesentlichersliM inwendig zu offenbaren (Joh. 14, 21.) und>t>iW ^ vergegenwärtigen, da das Auge der See-iiM leeröffnet, und mit einer angenehmen Machtß GOttes aufdieß gegenwärtige, allvergnügendeM,» Gut gelenket wird, ihn allein und unver-D wandt anzusehen und anzuhangen, welchesM der Stand der Beschaulichkeit genannt wird,ßch Die Seele hat hier nicht sehr nöthig, daßM es ihr gesagt werde, sie solle sich selbst nicht> cmsehen, weil sie durch die so nahe SalbungiE schon genugsam darin unterwiesen , und durchdie reizende, oder an sich ziehende Kraft des^ gegenwärtigen GOttes leicht zu ihm gezo-gen wird. Wie viel Gutes dieses unver-siüix wandte GOtt-Ansehen in solchem Standei B wirket, sagt unter andern Paulus 2 Cor.

Z, 18. Indem 2,^. hje Herrlichkeit desV E 2 HErrn