III. Theil. ichter Brief.
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keiten geistlicher, einförmiger, und nehmenallmählich ab; hingegen bekommen die Ein-flüsse , oder die Wirkungen GOctes, oderdes Geistes JEsu, immer mehr die Oberhand.Durch kein anderes Mittel und Weg gelangetdie Seele aus dem wirksamen zum leidentli-chcn Srand und Leben GOttes, als durchdie Verläugnung des Geschaffenen und ihreseigenen Lebens, Willens, Liebe und Ver-standes, und durchs Gebeth. Die einen an-deren Weg Anschlägen, gerathen in falscheFreiheit und Gelaßenheit.
Wer sein Her; und Vertrauen aufs Ge-schaffene und auf sich selbst setzet, der ist wederunter dem Gesetz noch unter der Gnade, son-dern in der Natur und ein Wellkind. Wersein Herz und Vertrauen allein auf GOrt inChristo setzet, der ist ein Christ, der ist unterder Gnade. Sein Herz zur Kreatur kehren,und sein Vertrauen aufChristum setzen wollen,das ist Betrug und falsches Evangelium. Wersein Herz, oder Seelenbegierde zwar nachGOtt ausstrecket, und seiner Seelen Rettungsuchet; sein Vertrauen aber noch nicht aufChristum setzet, sondern allerhand vornimmt,um sich zu beruhigen und fromm zu machen:der ist unter dem Gesetz, in vieler Arbeit,Gebrechlichkeit, Furcht und Unruhe desGewissens, oder aber in Eigendünkel undeigener Gerechtigkeit. Alle Stande aber ha-ben ihre Staffeln, und manchmal ists beiden Seelen vermischt und veränderlich.
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