Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
24
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L4 Geistliche Briefe.

durch den Geist JEsu, als den rechten Ge-bethsmeister. Melde du dich auch nur beidiesem Meister an, als ein rechtes Kind desHerzens, und trau' es ihm zu, daß er dichnicht wird irren laßen, da du ihm von Herzenfolgen willst.

Mich anlangend, so werde immer unwei-ser, und habe mich immer weniger in derGewalt, zu können sagen und schreiben, wieund was, und wann ichs gern wollte; darummag vielleicht, auch meine Antwort dich we-nig vergnügen.

Das innere Geberb ist das Hinzunahenzu GOtt, als in unserem Herzen gegenwär-tig , durch die innige Andacht und Herzens-neigungen, und ein Bleiben vor ihm, beiihm, in ibm, nachdem die Seele stehet. DieSeele ist darin mehr oder weniger wirksam,nachdem ihr Stand ist, und GOtt ihr zu-vor kommt; und so hat sie auch die eine ZeitGeschmack, zur andern Zeit Dürre und Lei-den, wie bekannt ist. Anfänglich sind ihreWirksamkeiten durchgehends heftiger, gröber,unterschiedlicher, manchfalriger, und werdenoft wiederholt. Allmählig c wenn die Seeleausharret) werden die Wirksamkeiten ihrerAndacht und Herzenszuneigungcn sanfter, in-niger, allgemeiner und einförmiger, daß sieendlich keiner Wiederholung zu bedürfen, jasich gar zu verlieren scheinen, weil GOtt im-mer mehr Hauptwirker in der Seele wird,

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