dieser Lebensbeschreibung. in
^ wahrbeit, daß ihr euch an meinerschlechten Person so vrel gelegen seynlaßer. Deswegen war es ihm auch entge-gen , wenn einige Gemürher ihm gar zu. sehr anhingen; und wiewohl er diese, wieandere Schwachheiten mit Geduld trug: soE lhat er dennoch zuweilen darüber ernstlicheErinnerungen. Zum Exempel: Eine Freun-ds, > dinn sagte einmal zu ihm: Wann ich berhe,und denke an euch, dann ist es mir so wohl.° Er antwortete: Derben mußt du, undGt!)rr juchen; aber Terjicegen gebet dich- ^ nicht an, den laß liegen wo er liege,m» Seine Geduld und'Tragsamkeit mit denmm Schwachen und Strauchlenden, ja selbst mitno« gefallenen Seelen, war nicht nur groß, son-dern über-groß. Das können noch vieleW Lebende bezeugen, denen er durch Sanftmut!)M<i und Liebe wieder zurecht geholfen. Anstattstrenge zu seyn, war er mütterlich, und er-^ mahnte sie auf das liebvolleste, daß sie ihreiich - Sünden vergessen, und aus pure Gnade zuI!^ JEsu kommen müßten. Dieß machte den^ Seelen Muth, es wieder aufs neue zu wa-M Sen. Was er aber durch die Untreue ande-. rer oft leiden mäßen, das kann meine FederA nicht ausdrücken. Es war eben, als wannH ihm anderer Last aufs Herz gefallen wäre.
Indessen war er auch in andern Vorfällen-M recht ernstlich, die Seelen zu bestrafen;^ ihnen die Tücke ihres Herzens, ihrer Ei-Svnliebe und ihres Hochmuths aufzudecken,