des sel. Gerh. Tersteegen. yl
„wahr, mein GOtt?) ich weiß, daß du allein„mir genug bist." I)
vielfältiger Zuspruch von Heilebcgierigen.
So sehr er indessen aller menschlichen An-hänglichkeit zu entfliehen suchte, so wenigkonnte er doch verhindern, daß nicht seine weitum sich leuchtende Gottseligkeit, und vorzüg-liche Gaben ihm aus der Nähe und Ferne vie-len Zuspruch hätten zuziehen sollen. Er be-kam Besuch aus der Schweiz, und aus allenGegenden Deutschlands, aus Holland, Eng-land , Schweden, und andern Gegendenmehr. Sein Briefwechsel mit erweckten See-len, war eben so weit ausgebreitet, und häu-fig. Aus allen Ständen, von Hohen an bis zudem Niedrigsten, bekam er Zuspruch, auchvon gelehrten und frommen Predigern, dereneinige, in wichtigen Fällen und Angelegenhei-ten sich seines Raths bedieneten. m) Als ein
Freund
l) Dieser Auszug, nebst denen, die sich Seite 45, 47,
;>, 52, 77 und 85 finden, ist genommen, aus einemeinzigen Briefe, von 1750. den 6 ten März.
m) Folgendes kann eine Probe seyn: Der Selige wardeinmal von einem gewissen frommen Prediger in ei-ner wichtigen Vocsriom-Angelegenheit zu Rath ge-zogen ; er gab demselben folgende kurze aber sehr nach-drückliche, und für ein willenloses Gemüth ganz ent-scheidende schriftliche Antwort:
„Das Rind heißt Rath.
„Kann einer von demselben kein völlig beru-„higendes und entscheidendes kelponfum in„einer zweifelhaften Sache einholen; dann„wähle er das Sicherste, und bleibe bei dem