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Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
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Lebensbeschreibung

Er sagte einmal zu einer Freundinn:

Die größeste Gnaden und Mittheilungen GOt-tes, hätte er durchgängig in Krankheiten , undsonst in äußern und inneren Verlaßungen em-pfangen," und wie diese Freundinn ihm einsterzählte, daß ihr oft die Zeit der Absonde-rung im Gebelh so sehr schwer fiel, als wennsie auf einem Kampfplatz wäre, so thak ecihr diese nachdenkliche Frage: Daß die En-gel GOrr loben, ist das was Großes?Sie antwortete: Nein, denn wann wir anihrer Stelle wären, so würden wir es auchso machen. Das meyne ich auch, erwie-derte er; aber daß Hiob auf seinem Mist-haufen saß, und GDrr lodere, das warwas Großes, und dieß Lob gefiel ihmbesser, als aller Engel Lob.

Geduld.

Zu seiner vorhin gemeldten Demuth magman mit Grund seine ausnehmende Geduldim Leiden, seine Sanftmurb und Fried-fertigkeit gegen Widerwärtige, seine Trag-samkeir und Mirletden mit Gefallenen, hin-zu fügen. Zur Ausübung der Geduld wardihm beständig Gelegenheit gegeben. Aus demwas vorhin schon gesagt worden, und ausseinen Briefen erhellet genugsam, daß er vonJugend auf mit vielen Krankheiten undSchmerzen beladen gewesen: besonders warder damit in den letzten dreißig Jahren be-fallen, wobei ihn die vielen Geschäffte, z. E.die Bedienung der Patienten, Abwartung

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