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Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
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Lebensbeschreibung

das Haus bis an die Tbür voll war: so nah-men sie Leitern, um damit in die Fenster zu steigen. Es verursachte viel Bewegung, undich vertraue, daß es nicht ohne Segen ge- welen."

Unsere Prediger wurden hierauf in Allarmgebracht, sowohl die drei Reformirte, als derLutherische. Ja zween von den Ersten gingenzu der Regirung, klagten und baten, daßcs möchte verboten werden. Ich wußte nichtsdarum; vermuthete aber doch so was, undfand mich gedrungen, einen Brief an unfernAmtmann zu schreiben, um ihm von der vor- gefallenen Versammlung Bericht zu geben, undihn zu ersuchen, sich nicht in die Sache zumengen. Siehe! da war der Befehl schonbei dem Sccretario, um abgeschrieben, unddes folgenden Tages publiciret zu werden. DerAmtmann, der mir sehr gewogen ist, undnicht wußte, daß ich mit in der Sache begrif-fen war, ließ den Befehl von dem Secretariowieder abholen, und sandte mir ihn heimlichzu, mit einem eigenhändigen sehr freundschaft- liehen Schreiben. Ich schrieb darauf an dreivon unfern Predigern, und stellete ihnen, mitErnst und Freundlichkeit, ihr unbilliges Ver-fahren vor Augen, erbot mich auch, mit N.unter ihrem Vorsitz sprechen zu wollen, mitVersicherung, daß, wenn sie solches mit auf- richtigem Herzen zustimmeten, sie gar bald dieKirche wieder voller Menschen haben würden,weil das Volk alsdann sähe, daß sie der gu-fen Sache zugethan seye», wo im Gegentheiljetzt die Kirche leer stünde. Sie schienen sichdamals noch auf unfern Richter zu verlaßen,der ein Feind der Versammlungen war. Ich schrieb dann auch an diesen einen ziemlich schar-fen Brief, und hielte ihm darinnen vor, wie

übel