des set. Geich. Tersteegen. 15
^ Lindet sich genöthiget seine prefession nieder zuAi«, legen, har aber doch Unterhalt.
Die große Menge der Seelen, die sich^ nicht nur mündlich sondern auch schriftlichRaths bei ihm erholten, und dann seine Lei-lW besschwachheit, die durch sein nächtliches Lesen^ und l lebersetzen um ein Großes vermehrt wor-!» den war, nöthigten ihn, gegen diese Zeit,AN seine Profession gänzlich nieder zu legen; undiE, woher nahm er dann seinen Unterhalt? Erhatte bisher verschiedene großmürhige Aner-„z bietungen liebreich ausgeschlagen. Einst kami E ein Kaufmann zu ihm, der ihm aus Liebecha einen lebenslänglichen Unterhalt anbot; eine^ gottselige Jungfer, die ihn niemals gesehen,, setzte ihn in ihrem Testament zu einem Ver-M Walter über 40000 Fl. mit dem Bedinge ein,, ,, daß er seine eigene Bedürfnisse davon nehmensollte; ein Holländischer Herr bot ihm eine-E Affignation von 10000 Fl. an, und bath ihn; ^ mit Thränen, sie doch airzunehmen. Alle- „ diese und mehrere Offerten wies der Selige2 ab. Wie er aber zu feiner Handarbeit unbe-^ quemer ward, so nahm er die Llebcsgeschenkeeiniger wenigen Freunde, von denen er herz-' lich gelicbct ward, und die er gleichfalls mit^ besonderem Zutrauen liebte, an; außerdem"vermachten ihm andere Freunde in ihren Te-llh stamenten gewisse Summen zum Eigenthum.
Hiedurch ward er nicht nur in den Stand^ gesetzt, seine eigene Notkdurst zu bestreiten,-nii ^"^krn auch gegen die Dürftigen auf man-^ cherlei