Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 2 (1798)
Entstehung
Seite
441
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II. Theil. izosier Brief.

überlaße dich ihm kindlich, er wird dich nichtungeralhen noch ungeholfen laßen in einigemStück: warum ich seine Barmherzigkeit an-fiehe. Laßet uns nur dem Lamm mitgebücktem Haupt folgen, und mehr auf ihnals auf uns selbst sehen! Im Anfang ergießetsich die Gnade, durch mancherlei Auswirkun-gen , bis in unsere Sinne, weil wir grobsind, um uns von den gröberen Banden derWelt und Sünde los zu machen. Es schei-net, wir haben die Gnade in unserer Hand,und wirken mit derselben tapfer und treu,nach unserem Erkennen, um unsere Seele zuretten und besser zu werden. Und wohl denen,die da treulich wirken, weil es Tag ist, imGebeth und Abstellung, und nicht durchTrägheit, oder Beschässtigung mit Neben-dingen, die Zeit und Gnade, die uns zurArbeit gegeben wird, verschwenden, und denlichten Tag verschlafen; denn es komme eineNachr, da niemand wirken kann; da sichdie Gnade den sinnlichen Kräften entziehet,und sich tiefer in den Grund senket, woraussie entsprungen. GOtt nimmt sein Gut, sozu reden, ivieder, das wir ihm durch eigeneAnmaßung schändlich geraubet hatten. Wirerfahrens ohne Scherzen, daß wir nichtsGutes sind, haben noch vermögen, dagegenzu allem Bösen geneigt sind ohne ihn. Ineigenen Kräften, und mit ungebrochenemHaupt und Willen, zu solcher Zeit Ernstgebrauchen, und", thuts gar

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