442 Geistliche Briefe, re.
nickt; dem Feind gewonnen geben, taugtauch nickt; in Unglauben und Mutlosigkeitliegen bleiben , eben so wenig. Wir mäßennur GOtt, dem Allein-Heiligen die Ehregeben, und durch Aleinbeir, Gedogenheir,Rlndirckketr und dlofies Vertrauen unsseiner Gnade überlaßen, und derselben folgen,das ist: gleichwie sie unser sinnliches, vernünf-tiges, grobes Wesen verlaßen, und sich tieferin ihr eigenes Wesen und Grund gezogen bat,daß wir es eben so machen, nicht grob-wir-kender, sondern wie leidentlicher Weise unserElend dalaßen, und jo klein gebogen, kind-lich und vertraulich einwärts geneigt, und derpuren Gnade und Gegenwart GOttes imGrunde anhangend bleiben, und leben lernendurch den Glauben des Sohnes GOttes,nickt habend unsere Gerechtigkeit, sondern diedurch den Glauben Christi ist; als wodurch ^wir sodann gereinigt werden von unserem so !tief eingedrungenen Eigenen , und GOtt inChristo JEsu immer mehr unsere Gerechtig-keit, Leben, Friede und Alles in allem wird.Gelobet sey sein Name, der es angefangen,er wirds auch ausführen. Amen!
Mülbeim,den io. April 1739.
Ende des zweiten Theils.
Ver-