II. Theil. i4Zster Brief. 421
1» Mur habe, so darfichs kaum ansehen, oderes ist wieder anders: ich darf da nicht hineinkommen, mich dessen oder etwas dergleichenanzunehmen. Ich muß es nur gerade so ha-^ den wollen, wie es ist, und mich in dem gegen-^ wattigen göttlichen Wohlgefallen so inniglich«. erfreuen, als wenn meines Herzens Wunschaufs eigentlichste erfüllt würbe. Und so ist esauch; wenn wir nur, wie die Kindlein, un-G fere Luzi baden an dem HErn,,, jo gibter uns, auch in allem, was unser ^erz wün-..X, scher, obschon Vernunft und Natur oft einanderes denken. Die ewige Liebe will unsabgeschieden, blind und willenlos in ihrerHand haben; wenn wir ihr darin zu WillenM sind und folgen, dann ist das KönigreichGOttes nahe herbei gekommen, das man, sonst aus der Ferne erwartet; ja es kann sich^ dieses ewige Gut inwendig in uns offenbaren^ und verklären, und uns sein Leben und seinen°!«>! Frieden aus jener Welt einflössen. Man kanns^ aber nicht erkaufen, erjagen noch machen.^ Wir werden nur in die nackte, einfältige Kin-* dergestalt hinein gewiesen und geleitet, da uns^ in Verwirk- und willenlosen Abgeschiedenheitder Vater gibt, was ihm beliebet.
E Ach, liebe Schwester! wie so befindlichlernt mans doch in der Schule des Stillschwei-«if genö, daß alles, was nicht in der innigenEinfalt und Stille des Eigenen von dem HErrnich erwartet und geschenket wird, sehr menschlichich und vermischt, und unwürdig ist, vor GOttch Dd Z zu