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Bd. 1 = Th. 2 (1798)
Entstehung
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419
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II. Theil. i42stcr Brief.

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Nichts verbindet die Seele genauer mitJEsu,als wenn sie, durch manche wirkliche Erfah-rungen, die Vermischung ihres Menschlichen(obgleich gut gemeynteiy mit dem Göttlichenerfahret: da muß er es alles werden. Manwill nichts ohne Ihn machen. JEsum in unsleben laßen, das ist leben, wie wir sollen.Dieß ist die Kraft seiner Auferstehung, dieman stufenweise erfahret, wo man willig ist,Gemeinschaft zu haben mit seinem Leiden,und seinem Tode ähnlich zu werden. Und sobleibts, vor wie nach, eitel Gnade, und IE-sus unser ganzes Heil. Umsonst werden wirgerecht, umsonst werden wir geheiligt. Durchunsere Rechtfertigung bei der Sündenverge-bung sind wir zur Heiligung glücklich einge-weihet, und beim Fortgang der Heiligungwird die Rechtfertigung nicht ausgehoben,sondern immer erhöhet, und es wird immermehr ein pures Gnadenleben.

Warum schreib ich so viel? Ich wollte nurgrüßen, und meine fortdaurende Liebe undGemeinschaft zeigen. War' selbige eine pa-pierne gewesen, so hätte sie Notb gelitten, ichgestehe es, so lang Hab ich nicht geschrieben;ich habe nicht gekonnt.

Mülheim,den 28. Öct. 1738.