II. Theil. izaster Brief. zyi
G, eingehalten, etwas zu sagen, weil das nim-mer mein Sinn ist, daß ich in die EngeW setzen, oder traurig machen will, denn ichche sehe am liebsten einen guten Much; aber esmuß ein kindlicher, ein stiller Much seyn,> dir! der seinen Grund in dem Tod und in derInnigkeit hat; aber nicht, daß man so was^machen, suchen und sich verstellen solle: kei-lW neswegs! Nur muß ein jeder, nach seinem, Stande, davon sein Hauptwerk machen,f.. daß er nahe bei dem HErrn drinnen bleibe,und sich, durch den Geist und Zug der Liebe,aus sich und allem Geschaffenen ausführenß ! laße im kindlichen Folgen, Meiden, Leidenund Lieben, so wird was Bleibendes undGanzes daraus. Und so ist mirs auch imUmgang mit andern: Kindlichkeit, Einsalt,ss Herzlichkeit sind überaus nöthig; gehts aberi>«- ms Scherzen, so gehets oft zu weit, wieV wir auch unter einander davon gesprochen>V!l haben.-
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Siehe, lieber Bruder, ob ich nicht vielesVertrauen zu deiner Liebe habe, daß ich sofleißig und beinah meisterhaft erinnere. Dukennest mich. Ich grüße und umfasse dichim Geist der Liebe; ich grüße auch deine Frau
herzlich; sie sey ganz des HErrn!-—
Er, der HErr sey selbst mit deinem Geist,und du mit Ihm, Amen!
Mülheim,den 14. Jan. 1738.