Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 2 (1798)
Entstehung
Seite
386
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Der iziste Brief.

Trost an einen in Leiden und Läuterung stehen

den Bruder.

SB

Mein lieber Bruder!

A

us deinem Briefe seh' ich deine Gemüths-beschwernisse, worüber man zwar münd-lich naher hätte reden können; allein derHErrist nahe, der in allem gerne Rath und Hülfemittheilet seinen kranken und schwachen Scha-fen, deren du eines mit bist: und hiemit Hab'ich dir ja zum Trost und Stärkung ein Gre-stes, ja genug gesagt. Bist du sein Schäf-ten,, so sorget der gute Hirte für dich; undje kränker und schwächer du bist, so vielsorgfältiger hat Er dich im Aug', und wirddich gerne in seiner Hand halten, daß dichkeine fremde Macht aus derselben reißen wird.

All!«

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Dieß ist dann dein Werk, daß du dichmit Gelaßenheit und Vertrauen, so krank ^und elend als du bist, in des Hirten Hand ^hinlegest, den guten Hirten bisweilen anbli- ^ckest, und Ihn übrigens mit dir läßest ma- ^chen. Sonst kommt mir dein jetziger Stand ^als eine kleine Läuterung des lieben himmli-scheu Vaters vor, da Er dich, aus lauter

Güte, '