!>G
H. Theil. izister Brief.
387
W
-ß!
M
!i«l
B
§«!
Ax!
Güte, deinen Mangel, deine Dunkelheitund Untüchtigkeit, ja dein Elend und Ver-derbniß ein wenig fühlen laßt; wozu die leib-lichen Umstände mit behülflich sepn sollen, umdich, durch eine solche Erfahrung, mehr zudemüthigen und zu reinigen von verdecktenEigenheiten und Uebeln, damit du so vielgeschickter seyest, ewig bei GOtt zu wohnen.Da werde du nun ja nicht kleinmüthig bei,sondern freue dich darüber im Glauben, daßGOtt sein Werk in dir forrsetzet; Hab' esherzlich gern, daß Er dir dein Nichts undElend mit Schmerzen entdecket; der Oarerist es, der das so thut. Joh. <5. Er willuns klein und rein haben. Sinke, sinkedann in die selige süße Kleinheit, da du vonpurer Gnade lebest; laß dich ausführen ausdir selbst; suche und beschaue, mit Wohlge-fallen, in GOtt die Heiligkeit und das Gute,so du in dir selbst nicht findest. O wie lie-benswürdig ist unser Nichts und GOttesAllheit! Im Aeußeren, auch in gottesdienst-lichen Uebungen, thue deine Sachen, wiedu gewohnt bist, so viel Leibesschwachheites zulaßt, wann es gleich scheinet, du thatestes nur aus Gewohnheit.
Im Anfang opfere mit einem Glaubens-blick dein Thun dem HErrn auf; im kleb-rigen thue dir keine Gewalt an, um an-dächtig seyn zu wollen. Ich werde dich, durchGOtres Gnade, dem guten Hirten anbefeh-len; thue du doch ein Gleiches! Ich grüßeB b r Herz-