M«
cht Äii
^ ße>»
l!ß ei-
i, «^dn,?er»igi A
ll. Theil. izoster Brief.
385
rn s<f"i»s Ssrchfilzen.
kM
Hs»''
Mt den Augenblick gern JEsu überge-ben wolltest, und wenn es so in deinemHerzensgründe heißt, wie du im Briefschreibest: G! dast ich drch, du unendlicheLiede, doch recht herzlich lredcn möchte!Dieses Herzens -O ist ein Fünklein der un-endlichen Liebe; dieß sey dein Element unddein Athemholen, war' es auch in derDürre und vermeynten Trägheit; denn deineTrägheit ist oft eine Frucht deiner Leibes-schwachheit, womit du Geduld haben mußt,und solches um JEsu willen gerne tragen.Eben diese Liebe GOttes, von der ich soeben geredet, ist das rechte Gebeth des Her-zens. Du sagst, daß du nicht bethen kön-nest. Ist denn kein O, kein Ach in deinemHerzen? Und gesetzt, du könntest auch diesesnicht so finden, so sag' es dann JEsu nureinfältig, daß du nicht könnest bethen, dannbethest du schon. Ach! man muß kindlich,gemeinsam, und nicht nach der Kunst, mitJEsu umgehen. Deine ordentliche Zeitenzum Gebeth mäßen nicht zu gezwungen undzu lang anhaltend seyn, wegen der Leibes-schwachheit. Schwächliche Naturen müßenoft was essen , aber nicht zu viel auf ein-mal -verbleibe
Dein
verbundener Mitbruder.
Mülheim,
Waiden 15. Nov. 1737.
Erst. B. H. Th.
B b
Der