Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 2 (1798)
Entstehung
Seite
371
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II. Theil. i26ster Brief.

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euch innig-nahe, und verlanget nur, daßihr auch Ihm nahe bleibet, und ihn herz-lich liebet. Laßet dann eure innige Herzens-neigungen einfältig und sachte sich zu JEsuhinein kehren, den ihr so nahe glaubet, undhabt mit Ihm euren stummen und vertrau-lichen Umgang in eurem Herzen. Werdetihr euer Elend gewahr, so zeigets dem Hei-land einfältig. Der Arzt weiß wohl, wasder Kranke sagen will, wenn er ihn nur an-sichet. Werdet ihr gestöret oder zerstreuet,so suchet euch, durch einen Blick auf JEsum,und ein klein wenig Geduld, so bald wieder zustillen, als möglich ist. Will die Lust, dieLiebe, die Herzensneigungen auf dieses oderjenes zu viel ausgehen, und ihr merkets, sosollen dieselbe sich aufrichtig, aber ruhig, wie-der zu JEsu kehren, und gleichsam sagen:Nein, JEsti! du allein sollst mem Schatzund mem Theil seyn in Ewigkeit!

Siehe, liebe Freundinn, das ist ja gar einleichter und lieblicher Weg, worin man Heilund Leben findet, und wir sinds gewiß nichtwerth, daß der HErr uns dazu berufet undlocket. Ich muß aus Mangel der Zeit schlie-ßen. Theilet dieses Schreiben der FreundinnN. mit. Ich grüße euch beide herzlich imNamen JEsu. Grüßet auch meinetwegenN. und N. Verbleibe durch GnadeEuer

. Mülheim, verbundener Freund

den 21. Aug. 1757. im HErrn.

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