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Geistliche Briefe.
immer völliger, herzlicher und beständigerwerden.
Ich soll euch sagen, was ich von euchhalte? Das halte ich dann von euch, meineliebe Freundin»! daß ihr eine von denen seyd,von welchen JEsus spricht: Die Gesundenbedürfen des Arnes nicht, sondern dieFranken. Krank seyd ihr durch und durch:aber ihr habt einen unendlich gütigen Arzt;dessen Name ist JEsus, ein Heiland, dessenCur stäts wohl gelingt; und der hals auf sichgenommen, auch euch zu heilen. Das behal-tet nun wohl: ihr sollt euch selbst nicht heilen,sondern das soll JEsus thun. Ihr habt nurmit JEsu zu thun; und JEsus hat mit eurerKrankheit, mit euren Sünden, und miteuren Gebrechen zu thun. Das begreift ihrnoch nicht genug.
Ihr klaget über Sicherheit, (ihr wolletsagen Unempfindlichkeit) über subtile Heucheleiund dergleichen; das ist nun wohl wahrlichin euch, und dessen noch wohl mehr: aberda bleibet ihr so allein bei stehen, lastet euchunruhig und muthlos machen, anstatt daßihr dem lieben Heilande so viel mehr dankenund Ihn so viel mehr lieben solltet, daß Ereuch euren Schaden entdecket, nicht umeuch wegzustoßen, sondern um euch zu keilen.
Seyd dann getrost, und seyd kindlich ineurem Wege. JEsus will wohl euerFreund und Heiland seyn: er sey nur euerVorwurf im einfältigen Glauben! Er ist
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