Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 2 (1798)
Entstehung
Seite
364
Einzelbild herunterladen
 

Z 64

»schTü

Geistliche Briefe.

Zn JEsu vielgeliebte Schwester!

L> mir dein Brieflein lieb gewesen, Hab'ich dir wissen lassen; wie auch, daß dunur ruhig seyn könntest in Ansehung dessen,daß du mir solltest Leiden verursacht haben. Ichwüßte nicht, wodurch solches geschehen seynsollte; und ohne dem so nimmt die wahreFreundschaft alles in der Liebe.

Antwort an diese Person, die in schweren, in-wendigen Leiden aufgerichtet wird.

Et»

Och

dM

s«P

kliii»

ß da m

Du und ich haben unserem beßten Freundedie höchsten Leiden verursachet; doch vertraueich, er werde uns solches nicht vorrücken.Jetzt macht er dir wieder wacker Leiden, daswirst du auch nicht übel nehmen; es ist allesLiebe. Wer nicht will leiden, der liebet nicht.Ich glaube, daß ich ein wahres Mitleidenmit dir habe, in deinen jetzigen Bedrängnissen;und wie schwach ich auch nach Leib und Seelebin, so dünkt mich doch, ich wollte, in GOt-tes Kraft, die Leiden noch wohl halb von dirabnehmen. Aber nein! dieß kann kein wahresMitleiden seyn. Die Liebe JEsu zu deinerSeele ist unendlich; er allein hat ein wahresMitleiden; er stehet deine Leiden in allenihren Umstanden; er könnte, den Augenblick,deine Pein in lauter paradiesische Freuden ver-ändern,

Mn'A'

>di>

DHß D

sW di

Ny