Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 2 (1798)
Entstehung
Seite
361
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H. Theil. i22ster Brief.

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HErrn als ausgestoßen werden, in seinemWeinberg zu arbeiten: also achte es noch vielinchrnöthig, in Ansehung der Judenbekeh-rung, daß man demHErrn nicht vorlaufe,als wodurch weder uns selbst noch anderngeholfen wird, sondern die Gnadenkräfte durchfruchtloses Auskehren vergeblich erschöpft wer-den. Es trachte dann der liebe Bruder N.nur, mit uns, fein nahe bei seinem Herzen zubleiben, und durch die theuer erschienene Gna-de sich, nebst uns, einführen zu laßen in dieGemeinschaft des Todes JEsu Christi, bis zurErfahrungserkenntniß dieses wahrhaftigen Hei-landes und der Kraft seiner Auferstehung.Ihm sollen wir Herz, Willen und Verstandganz eingeben, und laßen Ihn immer völli-ger in uns leben und wirken. Lebet so JEsusin uns, und wir durch den Glauben in Ihm,so stehet man der Führung GOttes gelaßen:obGOtL von uns will, daß wir anderen dasLeben anpreisen sollen, so wir selbst in demSohne GOttes gefunden haben.

Ist also dieß meine brüderliche und unmaß-gebliche Meynung, daß wir uns mit einanderin diesem Glaubensleben, in der GemeinschaftJEsu, als in der Hauptsache, üben müßen:nebst dem kann der Bruder N. sein GeschlechtGOtt im Gebeth herzlich anbefehlen, unddarin will ich meine schwache Seufzer mit denseinigen vereinigen. Uebrigens suche er auseigenem Trieb keine weitläufige Reden, oderDispüte mit den Juden: kommt er aber zufälligZ 5 ^