Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 2 (1798)
Entstehung
Seite
354
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Geistliche Briefe. j

sandte in N. (als welcher in voriger Zeit die OFreunde zu R. auch besuchet hat) ein Lieb- BHaber des Inwendigen seyn, und sich doch sBzu dergleichen Geschäfften gebrauchen laßen Ich!könne? Solches muß mit einem ich weiß lskinicht beantworten; ich versiehe es nicht, und B,l.aße es dem lieben Heiland über; glaube in- gistrdessen nicht, daß Mad. Guion dergleichenLebensart approbiret hatte. Daß auch in BdFrankreich die Liebhaber der Schriften dieser ximseligen Dame allen Staat, Hoheit und Lust- D.)barkeit mitmachen, wundert mich eben so sehr, Pals den lieben Bruder. Eben dergleichen Hab'! da§>ich in Deutschland und dieser Orten auch Wmanches wahrgenommen, welches anfänglich nia§eine Veranlaßung mit gewesen ist, daß ich des - DBernieres verborgenes Leben vor diesem edirt E kWhabe: und dahin zielets auch, was ich in der MVorrede zum zweiten Bande der Lebensbe-!^schreibungen h. 7 . und an andern Orten gesagt daßhabe, weil mir viel dergleichen Personen vor-1 atzgekommen sind. uns

Es isi gewiß also, wie es der liebe Bruder die,sagt, und Mad. Guion so oft gesagt hatich iauch mit vielem Vergnügen in des lieben Bru- atzders N. Schriften angemerkt habe: daß näm- Alich die Verlaugnung seiner selbst und aller «Kreaturen, in der völligen Uebergabe an GOtt, niitdas Fundament des inwendigen Lebens sei). Z-Die evangelische Verläugnungs- und Kreuz-lehre JEsu führet gerade zum inwendigen Le- M jden, das ist, zum Leben JEsu in uns. In- ^