Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 2 (1798)
Entstehung
Seite
325
Einzelbild herunterladen
 

Z25

üch>o«

«Alt

lkHiüilt

ch liilj

Der io8te Brief.

Anrathung zur Stille und zumVerborgen - seyn. Un-terweisung in Dürre, Dunkelheit, innerenLäuterungs - und Leidenswegen.

Zn der Gnade IEsu vielgeliebterBruder!

iM l!!iWiM,

M>

! Mi

iS

D/

c>etzt erhalle ich dein Angenehmes vom iten^ dieses, durch Bruder N., und weil Gele-genheit hier ist, die wieder fort eilet, so muß ich

doch ein paar Zeilen antworten.-Der

HErr starke und halte dein Gemüth in stil-ler Fassung vor Ihm, unter allen Trudelnund Stürmen, auch von Außen! Hatte ichetwas an dich zu ersuchen, so würde es jetztdieses seyn, daß du dich, ohne göttlichen Winkund ohne Noth, nicht zu sehr vor den Leutenbloß gebest, oder Bekanntschaften suchest.Deine und meine Seele haben Stille vonnö-then, um den göttlichen Wirkungen abzu-warten, und tiefer gegründet zu werden inIEsu, in welchem unser ganzes Heil ist.Der Zug zum Innern ist ein Zug zumVerdolrzLn-scpn. Wird man ohne, ja wi-der sein Suchen, bekannt, oderauch in Ver-folgungen eingeflochten, so muß alles zurSeligkeit Mitwirken. Das Inwendige Le-ben ist unbekannter, als man denkt, auchMer gerufenen Herzen.

X 3 An-