II. Theil. io5ter Brief.
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merde nur seine Kraft in meiner Schwachheitvollendet! so bin ich mit meinem Loos wohlvergnüget. Der Glaube anJEsum leidet keineeigene Wahl. Es ist Barmherzigkeit genug,daß Er uns in seiner Führung behälr; wiesollten wir Ihm noch drein reden oder miß-trauen, nachdem Er seinen hochtbeuren Na-men geoffenbaret hat? Zwar erführet mantäglich tiefer, wie man sich selbst so fest gepackthat, und wie so armselig alles ist, was ausuns hervor kommt. Aber eben in der wahrenArmut!) verkläret sich GOtt am herrlichsten,als der uns liebet um sein selbst willen, unduns durch das Licht des Glaubens anweiset,bei keinem kleinmüthigen Selbstbesehen liegenzu bleiben, sondern uns immer gründlicherlos zu laßen, mit geschlossenen Augen, damitEr freie Hand und Raum habe, uns zu füh-ren und zu bewirken, als sein ganzes Eigen-thum. Unser Elend ist in diesem Stück unaus-sprechlich ; man will immer subtil accordiren,nicht aber auf Discretion sich überlaßen; undeben dadurch vergrößern und verlängern wir
Hu unser Elend.
! O wie so gut ist GOtt allen denen, die! sich Ihm vertrauen! Aber eben darum will^ Er, daß sie nichrs seyn sollen in allen Stücken,und Ihn allein in sich leben laßen. Ach memG(!)kr! deine Wege sind eitel Güre und^ ! Wahrheit, wie so höchstgeziemend ist esZD! dir, und wie so höchst selig ist es uns,A daß dir unser Alles in lediger Abhänglrch-D z keic