II. Theil. lozter Brief.
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Seelen nun müßen durch keinen gesetzlichenTrieb von Außen noch von Innen sich irrenlaßen, sondern alle Anfoderungen des Ge-setzes durch ein solches einfältiges, ruhiges,vertrauliches Hineinneigen in JEsum beant-worten, diesem trauten Seelenfreunv im willen-losen Sinn feirend und anhangend, daß erselbst alle Gerechtigkeit vom Gesetz erfodert,in uns erfüllen möge; welches er auch gewißund mächtiglich thun wird, wo wir nur inihm bleiben, denn er ist unser Friede und gan-zes Heil. Der geringste Schatten der Offen-barung JEsu in uns; eine einige Central-berührung seiner göttlichen Liebe; oder einigeandere Wirkung GOttes im Innern, wieschwach sie auch den Sinnen und der VernunftVorkommen möchte, gibt dem Gemüthe mehrGewißheit, und schwächet das Reich der Fin-sterniß weit mehr, als zwanzig Jahre, dieim eigenen Wirken, ohne ein solches Jnne-bleiben in JEsil, zugebracht werden. Unodiese Uebung des Jnnebleibens in JEsu istnicht nur für große Heiligen, sondern ebenfür solche arme, ohnmächtige Kinder, wie ichund meines gleichen sind.
Ach! ach! welche WundergöttlicherKraft,Gnade und Liebe kann der ärmste Sündererfahren, wann er sich also mit geschlossenenAugen, in JEsum einsenket, und im kind-lichen Sinn auf ihn wartet, an den Pfostenseiner Thür. Ja wahrlich, liebe Schwester,GOtt will in^uns wohnen, wir sollen seinU 4 Heilig-