Zir
Geistliche Briefe.
Heiligthum werden, worin er im Geist und !Wahrheit kann angebethet und gedienet wer-den; ihm sey unser Ganzes dazu aufgeopfert!Seine Liebe prärendirt alles; und wer sollteihr etwas vorenrhalten wollen? Er selbst abererfülle in uns alle sein Wohlgefallen! Er halteuns fest in allen Proben und Leiden, und gründeuns immer inniger in seiner HochwerthestenGemeinschaft, damit er hier und ewig Freudean uns und in uns habe. Amen, du treueLiebe!
Ich danke der lieben Schwester für ihreliebreiche Ausnöthigung. An der Neigungmeines Gemüths würde es nicht ermangeln,daß ich ihr Angesicht wohl einmal sehen möchte;aber meine Umstände und Schwächlichkeitleidens noch nicht. Könnte ich inco^niro rei-sen, und nur ein und andere vertraute Seelesehen, so würde eher dazu resolviren; ich binaber, wider meine Neigung, zu viel bekannt,müßte also hin und wieder besuchen, und alsonoch mehr bekannt werden, welches ebenmein Zug nicht ist, als welchem nach michlieber ganz retiriren möchte: doch gebe ich,auch in diesem Stück, meinen Willen inGOttes Hand , der mich lenke und leite inseinem Wohlgefallen. Mit meiner Leibes-schwächlichkeit ist es sehr abwechselnd; nunund dann kracht die Hütte sehr; Haupt undAugen sind sehr schwach, daß bisweilengar nicht schreiben, auch nicht viel Zuspruchleiden kann. Der HErr laße doch kein
Blätt-
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