Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 2 (1798)
Entstehung
Seite
309
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II. Theit. rozler Brief.

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halten. Der HErr sey gelobet für alle Ge-meinschaft des Geistes, so er uns in seinerLiebe vergönnet. Wir wollen ihm noch ein-mal dafür danken im Vaterlande, gleichwiewir jetzt dadurch erquicket und gestartet wer-den auf der Pilgerreise. Ja, ich kann sagen,es ist meinem armen Herzen ein rechtes Cor-dial und Labsal, wann mein Geist an eineSeele gedenket, die so auf was Ganzes undInniges gezogen und ergeben ist. Ich liebealle erweckte Seelen; ich kanns ab^r nichtändern, daß der Ausfluß meiner Liebe zueinigen ungezwungener ist, als zu andern. Zueinigen gehet man in Liebe heraus: andereaber findet man drinnen, und diese bringenkeine Hinderung oder Vermittlung in der Ge-meinschaft mit GOtt. O wie gut sind solcheFreunde, die uns vom beßten Freunde nichtabziehen, der uns alles, und in allem genugseyn will!

Ach! man erkennets und erfährts nichtgenug, daß uns dieses ewige Gut so innignahe, und in dem Namen JEsu, im Geistunsers Gemüths, solch ein offener Weg insHeiligthum gebahnet sey, woraus der Brunnwider alle Sünde und Unreinigkeit in diegläubige Herzen quillet, die sich nur kindlichhinein wenden. Ich sehe es klar, daß dieernsttichste Seelen öfters zu sehr in sich selbststehen bleiben, und sich plagen in ihrem eige-nen Gewirk, wodurch man sich auch selbsthindert, GOttes Nahheit und geheime Wir-U r kungen