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Bd. 1 = Th. 2 (1798)
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297
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II. Theil. yZster Brief.

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I wartig; weil er aber ein Geist ist, so ist er aufeine ganz besondere und weit seligere Weise! unjerem Geist nahe. GOtt ist uns viel inni-^ger als das allerinnigste in uns; da ruft eruns; da wartet er auf uns; da will er sich; uns mirrheilen und uns also selig machen. Auch^ diese Gegenwart muß man einfältig glauben,ohne sie zu begreifen, ja ohne sie allezeit empfin-den zu wollen. So ist nun inwendig, unserGeisi, GOttes Werkstatt, Tempel und Hei-ligthum, da GOrt wohnet und wohnen will;ss oft wir uns demnach mit unserer Liebe,

> Verlangen und Herzensandacht aufrichtig undkindlich zu GOtt kehren, und uns so im Glau-ben vor seiner Gegenwart halten, siehe dageben wir gleichsam zur Kirche, und verrichtenunfern GOttesdienst feierlich. Wann wirnun gleich noch nicht so selig sind, wie die-jenigen , die immerdar im Hause GOtteswohnen, und ihn allewege loben, wie im84. Pf. skehet; so sollen wir doch darnach ver-langen, und mit unserem Verlangen und un-seren Liebesgedanken immer dacheyn, auchunter den Geschäffren; gleichwie die Israeliten,wo sie auch in der Welt waren, immer ihrAngesicht zum Tempel richten mußten.

Ich will dirs einfältiger sagen. Laß dirssehn, als wenn in deinem Inwendigen einheimliches Kämmerlein wäre, da dein liebsterFreund JEsus gegenwärtig, und deiner erwar-tete; da muß dich nun die Liebe wohl dringen,daß du bisweilen ein wenig Zeit auskaufest,

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