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Bd. 1 = Th. 2 (1798)
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Geistliche Briefe.

auch wo möglich zur äußeren Einsamkeit, darmit du einmal zu deinem Freund ins Kämmer-lein hinein gehen mögest, um mit ihm untervier Augen zu reden, und ihm zu sagen, wiedirs noch gehet, und daß du ihn gern auf-richtig lieben wollest. Gehest du dann wiederzu deinen Geschäfften, so laß dirs seyn, alswenn du deinen Freund bei der Hand näh-mest und ihn ersuchtest: er möchte mit dirgehen, und dir unterm Werk Gesellschaft lei-sten, und dich bewahren, welches er dannsehr gern thun wird. Wenn du dann nununterm Werk, bisweilen deine Liebe und Liebes-gedanken kindiich zu ihm zu richten suchest,und begehrest alles für ,kn zu thun, was duthust: da kann dirs auch bei allen Geschäff-ren und Menschen, unmöglich übel gehen;es wird auch mit der Zeit dich nichts von JEsuund seiner süßen Liebe und Gemeinschaft schei-den können.

Bekümmere dich nicht darüber, wenn dues nicht alles so fassen kannst, was ich schreibe;du hast es auch nicht alles nöthig; nimm fürdich ein Bröcklein aus der Schüssel, und laßN. und N. auch was für sich nehmen. Ge-denke an JEsum/ und vergiß dich selbst.

Mülheim,den 29. Febr. 1736.

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