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Geistliche Briefe.
bekomme ich einen Fluß und ein kleines Fie-ber, so daß ich dann einige Tage ganz untüch-tig bin.
Der Verleger der Lebensbeschreibungenhat keine Correspondenz; ich muß es so derVorsehung überlaßen. Daß dergleichen aus-leuchrende Exempel heiliger Seelen unter denProtestanten wenig bekannt werden, har man-che Ursachen. Unsere Freiheit, die wir haben,zu glauben, zu lesen, zu reden, zu thun, waswir wollen, wird zu tausend Aufenthalt undZerstreuungen gemißbrauchet: wir sind Spec-tatores, nicht Actores, d. i. Zuschauer, keineThäter. Wers hoch bringt, der kommt da-hin, womit solche Seelen den Anfang machen,nämlich zur Verlaugnung des eigenen Willensund der Vernunft: doch will ich darum kei-nerlei Jrrthum oder Gewissenszwang dasWort sprechen. Ich begehre den lieben Bru-der, und alle aufrichtig Gesinnete, in der LiebeJEsu zu umfassen, und Theil zu nehmen aneuer aller- Fürbitte und Gnadenbröcklein,und verbleibe indessen durch Gnade
Deslieben Bruders
Mülheim, Verbundener,
den 28. Febr. 1736.