28 ?
II. Theil. 94ster Brief.
ich
Mkdr
^kd>i
Ä!,
Skh!
>k D!>Whl!Ss«
M,
und man wird wieder so rodt und elend, alsman zuvor brünstig und fromm gewesen. Werbeständig werden will, muß da nicht bei ste-hen bleiben, sondern sich mit seinem Geist inGOtt neigen, und an ihm kleben, welchesuns gründlich heiliget.
Daß dir sonst, in deinem jetzigen Stand,allerhand Lektionen und Proben Vorkommenwerden, kann ich mir leicht vorstellen. Bringenur alles vor GOtt, und gehe nicht lang mitden Dingen in dir selbst kragen. Durch eige-nes Ueberlegen wird nichts ausgerichtet, son-dern alles nur mehr verwirrt und verderbet.Deine und meine Leibesbeschaffenheit gebenuns beständig Anlaß, unsere Seele, als inunseren Händen zu tragen, und nicht vielherum zu gaffen.
Deine und deiner Kinder Seelen berzlichGOtt zu empfehlen, ist wohl das nöthigsteTestamentmachen; doch könnte es zur Beru-higung auch nicht schaden, wenn du sonstein Testament machtest; Wenns nur alsogeschehen könnte, daß du, nebst den Verwand-ten, noch einen Dritten zum Executor desTestaments machtest, nämlich einen geschicktenund beherzten Freund, der in allem die Handmit haben und zusehcn konnte, daß alles rechtginge. Dieß fällt mir doch so in die Gedan-ken ; sonst werd' ich in den Weltsachen immerkindischer.
Daß ich in meinem Vorigen geschrieben,
daß, wenn mich GOtt dazu rief, ich
gerne